Ästhetische Dermatologie

SPEKTRUM: Laser, Cryo 6 Kaltluftsystem

Zimmer MedizinSysteme GmbH

Reine Kaltluft zur effizienten Hautkühlung bei Laseranwendungen

Kaltluft ist ein Verfahren zur Kühlung der Haut bei Laser- und IPL-Anwendungen oder Injektionen jeder Art, das diverse Vorteile gegenüber anderen Kühlmethoden aufweist. Die Kaltluftgeräte reduzieren nachhaltig den Schmerz und verhindern bei Laser- und IPL-Anwendungen thermische Schäden an der Haut.

Anders als bei anderen Kühlmetho-den wie Kontaktkühlung, Kältesprays oder Icepacks kann mit Kaltluft (z.B. Z Cryo, Fa. Zimmer MedizinSysteme) die Haut vor, während und nach der Laseranwendung gekühlt werden, ohne die Wirkung des Lasers zu beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist die Hautkühlung mit Kaltluft inzwischen ein etabliertes und weit verbreitetes Verfahren bei der dermatologischen Lasertherapie.

Überzeugende Studienergebnisse

In einer Evaluierung der Laserklinik Karlsruhe [1] wurden verschiedene Temperaturen bei der Hautkühlung für die Pulsed-Dye-Lasertherapie und die damit verbundenen Effekte untersucht. Dabei haben sich 17 Patienten mit unbehandelten Teleangiektasien im Gesichtsbereich einer Behandlung mit einem flash-lamp pulsed dye Laser (3.5 J / cm2, 585 nm, 0.45 Millisekunden Pulslänge, 10 mm Durchmesser, Cynosure 1 V) unter-zogen. Die Behandlungszone wurde dabei in drei Teilbereiche eingeteilt: Keine Kühlung, Kühlung auf 20°C Hauttemperatur und Kühlung auf 17°C Hauttemperatur.

Die Hauttemperatur wurde durch ein Infrarot-Sensor-System überwacht, welches das Kaltluftgerät (Z Cryo, Fa. Zimmer MedizinSysteme) gesteuert hat. In der Studie wurden Daten zur Patientenzufriedenheit (Schmerz), zur Purpura und zur Clearence gemäß der numerischen analogen Skala (NAS) von 0 (kein) bis 3 (hoch) erhoben.

Ohne Hautkühlung wurden sowohl die Purpura (2.53) als auch der Schmerz (2.41) und die Clearance (2.35) mit mittel bis hoch bewertet (s. Abb. 1). Durch die Kühlung der Haut auf 20°C verringerten sich die Purpura (1.12) und der Schmerz (1.06) deutlich, die Clearance (2.12) hat sich nur leicht verbessert. Kühlung auf 17°C hat den Schmerz (0.88) und die Purpura (0.76) weiter verbessert, die Clearance wurde geringgradig ver-ändert. Die meisten Patienten haben die Kühlung auf 20°C bevorzugt.

Es zeigte sich somit beispielhaft, dass bei der Behandlung von Teleangiektasien im Gesichtsbereich mit Laser durch die Verwendung von Kaltluft die Nebeneffekte signifikant reduziert werden können und so die Patientenzufriedenheit deutlich gesteigert werden kann, ohne dabei das Behandlungsergebnis negativ zu beeinflussen.

Schnelle und effiziente Anwendung

Durch das große, übersichtliche Display ist das Cryo 6 System zur Luftkühlung schnell und intuitiv zu bedienen. Über die komfortablen Bedienknöpfe lassen sich 6 voreingestellte Programme auswählen. Darüber hinaus ist es möglich, 3 frei benutzerdefinierte Programme zu verwalten. Die individuell eingestellten Parameter können abgespeichert und auf Knopfdruck jederzeit wieder abgerufen werden. Beim Start des Geräts wird automatisch das erste benutzerdefinierte Programm gela-den, so dass das meistgenutzte Programm sofort startbereit ist.

Der Leichtschlauch kann durch Düsen bzw. Adapter an verschiedene Laserhandstücke angeschlossen werden. Durch die speziellen Düsen bzw. Adapter für Laserhandstücke gelangt die Kaltluft genau in das Behandlungsgebiet des Lasers (s. Abb. 3). Der Luftstrom lässt sich durch den Be-nutzer leicht regulieren und ein optionaler Haltearm erleichtert die komfortable Kühlung, bei der die Hände des Anwenders frei bleiben. Die Z Cryo Systeme (Cryo 6 und CryoMini) benötigen nur Raumluft, die gefiltert und auf bis zu -30°C gekühlt wird. Es gibt keinerlei Verbrauchsmaterialien und die Ablageplatten eignen sich als Ablage für Laser- und IPL-Systeme oder auch Absauganlagen.          •

Quelle: Zimmer MedizinSysteme

Literatur

  1. Hammes S, Raulin C, Lasers in Surgery and Medicine 9999:1–5 (2004)

 

Abb. 2: Durchschnittswerte bei der Behandlung.

(Quelle: nach [1])

 

Abb. 3: Laser-Tattooentfernung mit punktgenauer Luftkühlung

Anwenderstatement, Dr. med. Klaus Fritz

„Z Cryo ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, wir haben sogar zwei Geräte. Bei unzähligen Behandlungen  ist eine Schmerzreduktion in Verbindung mit oberflächlichen dermatologischen, ästhe-tischen oder Laserverfahren notwendig. Eine lokale Anästhesie möchte man nicht immer durchführen , daher bietet sich die Anästhesie mittels Luftkühlung als Alter-native an, die in den meisten Fällen mehr als ausreichend ist. Kleinere Papeln , Warzen oder störende Hautveränderungen entfernen wir mit ablativen Lasern fast ausschließlich nur noch unter Kaltluftanästhesie, lindern die Missempfiindung mit dem gleichen Gerät bei Laserbehandlungen von Pigmenten und Gefäßen ebenso wie bei Chemical Peels und allem voran bei jeder photodynamischen Therapie. Mikroneedeling-Behandlungen, fraktionierter Laser oder Radiofrequenz, Injektionsbehandlungen wie PRP oder Injektionslipolyse gehören auch dazu. Für die Patienten ist eine solche Behandlung weitaus angenehmer. Die Schmerzen werden objektiv reduziert und nicht we-niger wichtig ist die Tatsache, dass Pati-enten vom eigentlichen Vorgang abge- lenkt werden, wenn die kalte Luft auf ihrer Haut auftrifft; dies führt zu objektiver Schmerzlinderung und zusätzlich sub-jektiver Verminderung des Schmerzemp- fiindens. Es ist kein Wunder das international der Name Zimmer in Vorträgen als Synonym verwendet wird für die Anästhesiemethode Kühlung der Haut.“