Aktinische Keratose

Aktinische Keratose: Die ADL-PDT als unverzichtbares Instrument im Praxisalltag

Leverkusen, 10. Dezember 2025 – Die Photodynamische Therapie (PDT) hat sich als bewährtes, leitliniengerechtes Verfahren in der Behandlung der aktinischen Keratose (AK) etabliert. Neben der konventionellen Rotlicht-PDT (C-PDT) und der natürlichen Tageslicht-PDT (DL-PDT) gewinnt die PDT mit künstlichem Tageslicht (ADL-PDT) zunehmend an Bedeutung. In einem aktuellen Biofrontera-Webinar stellte Prof. Dr. Thomas Dirschka (CentroDerm, Wuppertal) klinische Daten und praktische Aspekte der ADL-PDT mit Ameluz®* vor. Die gute Wirksamkeit, der wetterunabhängige Einsatz und die standardisierte Anwendung gehören zu den Vorteilen dieser Behandlungsoption.

AK-Läsionen können in Hautkrebs übergehen und gelten als frühe Vorstufen sogenannter Plattenepithelkarzinome (PEKs), die zu den keratinozytären Karzinomen gehören.1 Die PDT wird zur Behandlung einzelner oder multipler AK-Läsionen und beim Auftreten mehrerer Einzelläsionen in unmittelbarer Nachbarschaft (Feldkanzerisierung) empfohlen.1 Ziel der PDT ist eine selektive Zerstörung krankhaft veränderter bzw. dysplastischer Zellen, die bei AK auftreten. Das Wirkprinzip: Nach topischer Applikation des PDT-Medikaments auf der Haut wird der Photosensibilisator Protoporphyrin IX (PpIX) gebildet und unter Belichtung aktiviert. Dabei entstehen Sauerstoffradikale, die dysplastische Zellen zerstören, während gesunde Zellen im Umfeld der AK-Läsionen unbeeinträchtigt bleiben.2,3

PDT mit Ameluz®: Gute Wirksamkeit, kurze Behandlungsdauer, hohe Flexibilität

Ameluz® unterscheidet sich von anderen PDT-Medikamenten durch die Nanoemulsions-Formulierung, die eine tiefe Penetration des Arzneimittels in der Haut ermöglicht. Studien zeigen eine hohe Wirksamkeit bei der Behandlung der AK.4 Da die PDT mit Ameluz®nur wenige Stunden dauert5, ist sie auch für solche Patient:innen eine gute Therapieoption, die für eine längerfristige und täglich zu wiederholende Anwendung topischer Arzneimittel keine ausreichende Therapieadhärenz zeigen.1,6 Zudem kann Ameluz® durch seine breite Zulassung unter Einsatz verschiedener Lichtquellen sehr flexibel sowohl in der C-PDT als auch in der DL- und ADL-PDT eingesetzt werden.*,5 Die aktuelle Studienlage bestätigt eine gute Wirksamkeit aller drei Ansätze bei der Behandlung der AK durch hohe Gesamtabheilungsraten.5,7

ADL-PDT: Schmerzarm, wetterunabhängig, standardisiert

Die ADL-PDT kann optimal an die Bedürfnisse von Patient:innen und die Situation in der Arztpraxis angepasst werden. Die Belichtung mit künstlichem Tageslicht erfolgt schmerzarm8-11, ist wetterunabhängig und somit ganzjährig unter ärztlicher Kontrolle durchführbar.5

Prof. Dirschka betonte die zunehmende Relevanz der ADL-PDT: „Wir bei CentroDerm präferieren dieses System, weil es für uns zwei Welten vereint: Die Schmerzarmut und Wirksamkeit der DL-PDT einerseits und die Präzision standardisierter Lichtquellen andererseits. Das macht die ADL-PDT zu einem unverzichtbaren Instrument in unserem Praxisalltag.“

*Ameluz® ist in der C-PDT für die Behandlung aktinischer Keratosen leichten bis mittleren Schweregrads (Grad 1 bis 2 nach Olsen) und von Feldkanzerisierungen bei Erwachsenen sowie für die Behandlung des superfiziellen und/oder nodulären Basalzellkarzinoms, das sich wegen möglicher krankheitsbedingter Morbidität und/oder schlechter kosmetischer Ergebnisse nicht für eine chirurgische Behandlung eignet, zugelassen. Ameluz® ist auch für die DL-PDT und die ADL-PDT von AKs leichten bis mittleren Schweregrads (Grad 1 bis 2 nach Olsen) und von Feldkanzerisierungen im Gesicht und auf der Kopfhaut zugelassen.5

Variable Protokolle der ADL-PDT mit Ameluz®

Für die Belichtung können bei der ADL-PDT sowohl Lampen mit kontinuierlichem als auch Lampen mit intermittierendem Spektrum eingesetzt werden, die eine oder mehrere der Absorptionsmaxima/-banden von PpIX im Bereich von 400 bis 750 nm abdecken (z. B. BF-RhodoLED®, MultiLite®, Medisun® PDT 9000 oder indoorLux®). Die Lichtintensität der Lampe muss auf die in der Fachinformation vorgegebenen Parameter anpassbar sein (u.a. Lichtdosis mindestens 14 J/cm2; Belichtungszeit mindestens 1 Std.). Je nach verwendeter Lampe kann die Belichtungszeit und damit auch die Gesamtbehandlungsdauer variieren.5,**

Die Behandlungsprotokolle der ADL-PDT umfassen typischerweise:

  • die Läsionsvorbereitung
  • die Applikation und Inkubation von Ameluz® (Inkubationszeit: max. 1 Std. –
    optional mit Okklusion, die spätestens vor der Belichtung entfernt werden muss)
  • die Belichtung mit tageslichtähnlichen LED-Systemen
  • die Entfernung des verbliebenen Gels

Die Gesamtbehandlungsdauer beträgt mindestens 2 und maximal 2,5 Stunden. Zur Bewertung des Behandlungserfolgs sollte 3 Monate nach der Behandlung eine Nachuntersuchung durchgeführt werden (Vgl. Abb.).5

**Bedienungsanweisung der verwendeten künstlichen Tageslichtlampe beachten.

 

Quellen:

1 S3-Leitlinie Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut. Langversion 2.0, 2022. AWMF-Registernr. 032/022OL.

2 Reinhold U Future Oncol 2017; 13:2413-2428.

3 Agostinis P et al. CA Cancer J Clin 2011; 61:250-281.

4 Maisch T et al. Exp Dermatol. 2010; 19(8):e302-5.

5 Fachinformation Ameluz® (Stand: Juli 2024).

6 Shergill B et al. Patient Prefer Adherence 2013;8:35-41.

7 Dirschka T et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2019;33:288-297.

8 Bai-Habelski JC et al. Photodiagnosis Photodyn Ther 2022;37:102692.

9 Falkenberg C et al. Photodiagnosis Photodyn Ther 2021;34:102249.

10 von Dobbeler C et al. Photodiagnosis Photodyn Ther 2019;27:198-202.

11 Kellner C et al. Br J Dermatol 2015;172:1146-1148.

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Biofrontera Pharma GmbH                                                  Borchert & Schrader public relations GmbH

Christina Welters, European Marketing Manager       Dr. Monika Düngenheim, Senior-Beraterin

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Über Biofrontera

Biofrontera ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das auf die Entwicklung und den Vertrieb dermatologischer Medikamente und medizinischer Kosmetika spezialisiert ist. Das Leverkusener Unternehmen vertreibt innovative Produkte zur Heilung, zum Schutz und zur Pflege der Haut. Zu den wichtigsten Produkten gehört ein verschreibungspflichtiges Medikament, welches im Rahmen der Photodynamischen Therapie (PDT) eingesetzt wird. Dieses wird seit 2012 in der EU und seit 2016 in den USA vermarktet. Zudem vertreibt das Unternehmen ein von Biofrontera entwickeltes Medizinprodukt, die Rotlichtleuchte BF-RhodoLED®. Biofrontera hat als eines der ersten deutschen pharmazeutischen Unternehmen eine zentralisierte europäische und eine US-Zulassung für ein selbst entwickeltes Medikament erhalten. Die Biofrontera-Gruppe wurde 1997 gegründet und ist an der Frankfurter Börse (Prime Standard) gelistet.

Über Ameluz®

Ameluz® ist in der C-PDT für die Behandlung aktinischer Keratosen leichten bis mittleren Schweregrads (Grad 1 bis 2 nach Olsen) und von Feldkanzerisierungen bei Erwachsenen sowie für die Behandlung des superfiziellen und/oder nodulären Basalzellkarzinoms, das sich wegen möglicher krankheitsbedingter Morbidität und/oder schlechter kosmetischer Ergebnisse nicht für eine chirurgische Behandlung eignet, zugelassen. Ameluz® ist auch für die DL-PDT und die ADL-PDT von AKs leichten bis mittleren Schweregrads (Grad 1 bis 2 nach Olsen) und von Feldkanzerisierungen im Gesicht und auf der Kopfhaut zugelassen.5

 

Ameluz® 78 mg/g Gel. Wirkstoff: 5-Amino-4-oxopentansäure (5-Aminolävulinsäure, als Hydrochlorid). Zusammens.: 1 g Gel enthält 78 mg 5‑Amino-4-oxopentansäure (5-Aminolävulinsäure, als Hydrochlorid). Sonst. Bestandt.: Xanthangummi, Phosphatidylcholin (aus Soja), Polysorbat 80, mittelkettige Triglyceride, 2-Propanol, Dinatriummonohydrogenphosphat-Dihydrat, Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat, Natriumbenzoat (E211), gereinigtes Wasser. Anwendungsgeb.:Behandlung aktinischer Keratosen leichten bis mittelschweren Schweregrads (Grad 1 bis 2 nach Olsen) und von Feldkanzerisierungen bei Erwachsenen. Behandlung des superfiziellen und/oder nodulären Basalzellkarzinoms bei Erwachsenen, das sich wegen möglicher krankheitsbedingter Morbidität und/oder schlechter kosmetischer Ergebnisse nicht für eine chirurgische Behandlung eignet. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Porphyrine, Soja oder Erdnüsse oder einen der sonstigen Bestandteile. Porphyrie. Bekannte Photodermatosen unterschiedlicher Pathologie und Häufigkeit, z. B. Stoffwechselstörungen wie Aminoazidurie, idiopathische oder immunologische Störungen wie polymorphe Lichtreaktion, genetische Störungen wie Xeroderma pigmentosum sowie Erkrankungen, die durch Exposition gegenüber Sonnenlicht ausgelöst oder verschlimmert werden, wie Lupus erythematodes oder Pemphigus erythematosus. Nebenwirk.: Infektionen und parasitäre Erkrankungen. Gelegentlich: An der Applikationsstelle: Pusteln. Nicht an der Applikationsstelle: Pustulöser Hautausschlag. Psychiatrische Erkrankungen. Gelegentlich: Nervosität. Erkrankungen des Nervensystems. Häufig: Kopfschmerzen. Gelegentlich: Transiente globale Amnesie (einschl. Verwirrtheit und Desorientierung) (Daten aus der Anwendungsbeobachtung), Dysästhesie. Augenerkrankungen. Gelegentlich: Lidödem, verschwommenes Sehen, beeinträchtigtes Sehvermögen. Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes. Gelegentlich: Bläschenbildung, trockene Haut, Petechien, Hautspannen. Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen. Gelegentlich: Rückenschmerzen. Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort. Sehr häufig: An der Applikationsstelle: Erythem, Schmerzen (einschl. brennender Schmerzen), Brennen, Pruritus, Ödem, Schorfbildung, Exfoliation, Induration, Parästhesie. Häufig: An der Applikationsstelle: Vesikel, Absonderung, Erosion, Reaktionen, Missempfinden, Hyperalgesie, Blutung, Wärmeempfinden. Gelegentlich: An der Applikationsstelle: Verfärbung, Ulkus, Schwellung, Entzündung, infiziertes Ekzem, Überempfindlichkeit (Diese Nebenwirkung tritt auch vor Beleuchtung auf) (Daten aus der Anwendungsbeobachtung). Nicht an der Applikationsstelle: Schüttelfrost, Hitzegefühl, Pyrexie, Schmerzen, Müdigkeit, Ulkus, Schwellung. Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen. Gelegentlich: Wundsekretion. Gefäßerkrankungen. Gelegentlich: Hitzewallung. Dauer der Haltbarkeit: Ungeöffnete Tube: 24 Monate. Nach Anbruch: 4 Monate. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung: Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Tube nach Anbruch fest verschlossen halten. Verschreibungspflichtig. Weitere Hinweise: s. Fachinformation und Packungsbeilage. Pharmazeutischer Unternehmer: Biofrontera Bioscience GmbH, Hemmelrather Weg 201, D-51377 Leverkusen. www.biofrontera.com. Stand der Information: Juli 2024. (Redaktionelle Anpassung Aug. 2025)