Aktuell Diskurs

Neue Emmy Noether-Gruppe: Therapien für Hautkrebs verbessern

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Prof. Dr. Dr. Alpaslan Tasdogan von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) in ihr renommiertes Emmy Noether-Programm aufgenommen. Damit fördert sie auch sein neues Krebsforschungsprojekt mit 1,9 Millionen Euro für die kommenden sechs Jahre. Tasdogan und sein Team suchen nach neuen Therapien, mit denen die Ausbreitung des Schwarzen Hautkrebses (malignes Melanom) besser verhindert werden kann.

page8image55494176

Prof. Dr. Dr. Alpaslan Tasdogan.

Ihren Fokus richtet Tasdogans Forschungsgruppe auf den Tumoren-Stoffwechsel, das sogenannte Metabolom. Es geht um die Frage, wie normale Zellen bösartig werden und wo das Metabolom unter Umständen angreifbar ist. „Mit dem neuen Projekt möchten wir die Metastasierung, also die Art der Aus- breitung dieser besonders gefährlichen Krebsart, besser verstehen lernen“, sagt Prof. Tasdogan. „Wenn wir bei den chemischen Prozessen in den Krebszellen neue Schwachstellen finden, könnten wir möglicherweise Betroffenen in Zukunft effizienter helfen.“ Der 37-Jährige plant zudem, die entwickelten Methoden bei anderen Krebsformen anzuwenden.

Alpaslan Tasdogan ist Onkologe sowie Immunologe und lehrt und forscht seit Oktober 2021 an der UDE sowie am Universitätsklinikum Essen (UK Essen). Der Professor für Tumormetabolismus gilt als heraus- ragendes Wissenschaftstalent. Seine Arbeit wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und gefördert, u.a. über das NRW-Rückkehrprogramm.

Die DFG hebt in ihrer Begründung neben Tasdogans fachlicher Expertise auch den Essener Standort hervor. Forschende aus verschiedenen Instituten und Kliniken arbeiten auf dem Campus des UK Essen Hand in Hand. Außerdem werden hier verstärkt „Clinician Scientists“ ausgebildet und sind dann, wie Prof. Tasdogan, Forscher und Klinikarzt zugleich. Dadurch reicht die Forschung vom Labor bis zum Krankenhausbett. Sie bleibt damit nicht bloße Theorie, sondern mündet in erfolgreiche Be- handlungsmethoden. „Genau diese enge Verzahnung von Forschung, Lehre und Behandlung zeichnet unseren Standort besonders aus“, sagt Prof. Dr. Jan Buer, Dekan der Medizinischen Fakultät der UDE. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Professor Tasdogan einen so engagierten und talentierten Forscher gewinnen konnten. Und auch die Chemie passt – im wahrsten Sinne.“ Prof. Dr. Dirk Schadendorf, Direktor der Klinik für Dermatologie und Direktor des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) betont: „Professor Tasdogan ist mit seiner translationalen Kompetenz ein echter Gewinn für Essen. Gemeinsam mit ihm können wir klinische Versorgung mit Wissenschaft über Disziplinen hinweg noch enger vernetzen.“

Quelle: Universität Duisburg-Essen