„Das Ziel der Behandlung ist, die Qualität der Haut zu verbessern, nicht Volumen zu erzeugen.“
Interview mit Dr. med. Melodie Wähmann (Wiesbaden)
Mesotherapien gelten als etablierte Methode, um die Hautqualität gezielt zu verbessern und erste Zeichen der Hautalterung effektiv zu adressieren. Mit VISCODERM skinkò E ist nun auch in Deutschland eine Formulierung erhältlich, die neben unvernetzter Hyaluronsäure antioxidative Substanzen enthält und so einen kombinierten Ansatz aus Hydration und zellulärer Regeneration verfolgt. Dr. Melodie Wähmann, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie, berichtet im Interview von ihren Erfahrungen aus der Praxis und erläutert, bei welchen Indikationen sie VISCODERM skinkò E bevorzugt einsetzt.

Frau Dr. Wähmann, Sie setzen VISCO-DERM skinkò E in Ihrer Praxis ein. Was hat Sie im Vergleich zu anderen Mesotherapien am meisten überzeugt bzw. was unterscheidet das Präparat Ihrer Erfahrung nach von vergleichbaren Produkten am Markt?
Dr. Wähmann: Mich überzeugt an VISCODERM skinkò E vor allem die Synergie aus unvernetzter Hyaluronsäure und einem hochkomplexen Cocktail aus Antioxidantien, Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Während andere Produkte wie bspw. Skinbooster meist primär über Hydration und leichte Stimulation wirken, adressiert VISCODERM skinkò E auf zellulärer Ebene zusätzlich oxidativen Stress, Pigmentunregelmäßigkeiten und das Hautrelief. Klinische Daten konnten zeigen, dass dadurch nicht nur eine verbesserte Hautfeuchtigkeit, sondern auch eine messbare Steigerung der Hautelastizität sowie eine Pigmentharmonisierung erzielt werden konnten. Diese Mehrdimensionalität erlebe ich klinisch als klaren Vorteil.
Können Sie kurz erklären, wie die Wirkstoffkombination aus Hyaluronsäure und antioxidativen Substanzen auf die Haut einwirkt? Welcher Mehrwert entsteht daraus für die Haut und die darunterliegenden Hautschichten?
Dr. Wähmann: Wir haben hier eine Kombination aus 32 mg unvernetzter Hyaluronsäure pro 5-ml-Vial und über 50 bioaktive Komponenten. Die unvernetzte Hyaluronsäure bindet Wasser und aktiviert über Rezeptoren wie CD44/ RHAMM die Fibroblasten, wodurch Feuchtigkeitshaushalt und Gewebequalität profitieren. Der antioxidative Komplex (u.a. B-Vitamine, Aminosäuren, α-Liponsäure) wirkt gegen UV-induzierten oxidativen Stress, unterstützt den zellulären Stoffwechsel und zeigt photoprotektive Effekte. Zusammengenommen sehe ich eine biorevitalisierende Wirkung: Hydration, Redensifizierung/Kollagenneubildung und eine messbare Verbesserung von Teint und Pigmentqualität.
Für welche Hautbilder und Indikationen setzen Sie Mesotherapie am liebsten ein?
Dr. Wähmann: Ich setze VISCODERM skinkò E besonders gern bei feinknittrigen, lichtgeschädigten Hautbildern ein – periorbital (Krähenfüße) oder perioral (vertikale Lippenlinien). Verschiedene Messverfahren konnten Verbesserungen von Hautrelief, Rauigkeit, Helligkeit und Rötung, was exakt diesen Zonen zugutekommt, bestätigen.
Gibt es bestimmte Patient*innengruppen, bei denen Sie besonders gute Resultate sehen?
Dr. Wähmann: Überdurchschnittlich profitieren Patient*innen mit frühem bis moderatem Photoaging, „Knitterfältchen“ und Pigmentunebenheiten. In Studien wurden u.a. die Pigmentqualität und das Hautrelief signifikant verbessert – Effekte, die ich gerade in diesen Gruppen ausgeprägt beobachte.
Ab welchem Alter empfehlen Sie den Einsatz präventiv, und wann eher kurativ?
Dr. Wähmann: Präventiv empfehle ich VISCODERM skinkò E ab dem Zeitpunkt, an dem erste Feinstrukturen und Teint-Müdigkeit sichtbar werden. Das ist meiner Meinung nach vom chronologischen Alter völlig unabhängig und kann individuell ab z.B. dem 25. Lebensjahr, wenn unser Körper die ersten Kollagenverluste erlebt, beginnen und hängt eher von Genetik und Lebensgewohnheiten wie z.B. Rauchen und starker Sonnenexposition ab. Kurativ nutze ich es gerne bei ersten sichtbaren Hautveränderungen, wie zur Reduktion feiner Fältchen, Rötungen und zur Pigmentharmonisierung. Diese Veränderungen sind typisch ab Mitte 30, individuell früher bei hoher UV-Last und spätem Start hautschützender Maßnahmen.
Wie sieht Ihr typisches Behandlungsprotokoll aus bzgl. Sitzungsanzahl, Abstände und evtl. Kombinationen?
Dr. Wähmann: Drei Sitzungen im Abstand von drei Wochen, Mikroinjektionen superfiziell bis mittel-dermal, Rasterschema alle 1-2 cm, 30G Nadel (bei sehr feinen Arealen 32G Nadel). Zur Ergebnisstabilisierung empfehle ich Auffrischungen je nach Befund. Vor-/Nachbehandlungen: 48 h vor und 2 Wochen nach der Injektion keine weiteren ästhetischen Prozeduren; kein Make-up für 12 h.
Welches Sofortergebnis können Patient*innen erwarten? Welche Ergebnisse entstehen mit der Zeit durch regelmäßige Behandlung?
Dr. Wähmann: Kurzfristig sehen viele ein frischeres Hautbild und bessere Oberflächenhydration. Nach 6–12 Wochen zeigen Messungen signifikante Reduktionen der Hauttrockenheit und Faltentiefe, Abnahme von Rötungen und die Zunahme der Teintebenheit.
Welche Techniken bevorzugen Sie bei der Injektion für ein optimales Ergebnis?
Dr. Wähmann: Ich arbeite wie gesagt superfizielldermal mit Multipunktion in Abständen von 1-2 cm und oberflächlich retrograd mit gefächerten Injektionen. Flächig und oberflächlich zu arbeiten ist wichtig, weil wir das Hautrelief modulieren wollen.
Kombinieren Sie die Mesotherapie mit anderen ästhetischen Verfahren, z.B. Laser, Microneedling oder Fillern?
Dr. Wähmann: Andere ästhetische Verfahren wende ich gerne im Abstand von ≥ zwei Wochen zur Behandlung mit VISCO-DERM skinkò E an.
Welche Veränderungen berichten Ihre Patient*innen typischerweise nach einer Behandlung? Wie hoch ist die Zufriedenheit seitens Ihrer Patient*innen?
Dr. Wähmann: Die häufigsten Rückmeldungen sind: „frischer, ebenmäßiger, weniger müde“. Das Schöne ist, dass wir keine Formveränderungen anvisieren und Patient*innen sich an einem erholten Erscheinungsbild erfreuen und die bioregenerative Wirkung sehr schätzen.
Ist man Ihrer Erfahrung nach direkt nach der Behandlung wieder gesellschaftsfähig?
Dr. Wähmann: In der Regel ist man sofort bis binnen 24 h gesellschaftsfähig; es kann zu kleinen punktförmigen Hämatomen durch die Mikroinjektionen kommen. Ich empfehle, UV-Strahlung zu meiden, dann ist der Alltag i.d.R. unproblematisch.
Worauf sollten Kolleg*innen bei der Anwendung von VISCODERM skinkò E besonders achten? Gibt es typische Fehler, die es zu vermeiden gilt?
Dr. Wähmann: Oberflächlich bleiben, keine großen Depots injizieren, flächig verteilen. Das Ziel der Behandlung ist, die Qualität der Haut zu verbessern, nicht Volumen zu erzeugen. Richtige Arealselektion und Timing zu anderen Prozeduren beachten (48 h davor, 2 Wochen danach keine weiteren Verfahren).
Welche Rolle sehen Sie für innovative Mesotherapie-Produkte in der modernen Ästhetik in den nächsten Jahren?
Dr. Wähmann: Wir bewegen uns von reiner Faltenkorrektur hin zu Gewebe-Gesundheit und Prävention. Multifaktorielle Formulierungen, die evidenzgestützt sind, werden eine Kernrolle spielen – als Basis-Therapie zur Hautqualitätsverbesserung (Hydration, Hautrelief, Teint) und als Brücke zwischen energiebasierten Verfahren, Needling und selektivem Volumen-Management.
Sehr geehrte Frau Dr. Wähmann, vielen Dank für das Gespräch!
Quelle: IBSA Pharma GmbH
