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Sehr verehrte Leserinnen, sehr verehrte Leser,

der Herbst sendet unübersehbar seine Zeichen voraus und die „Big Five“ der osteologischen Fortbildung – die OSTEOLOGIE 2025 in Münster, der WCO-IOF-ESCEO 2025 in Rom, das OSTEOPOROSEFORUM in St. Wolfgang (Österreich), der ECTS Congress in Innsbruck und das. ASBMR 2025 Annual Meeting in Seattle – liegen nun bereits hinter uns und und haben uns weltweit auf den aktuellsten Stand osteologischen Wissens gebracht. Diese Impulse gilt es nun in unserer täglichen Arbeit zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten umzusetzen! Und um veranstaltungsseitig im Editorial auch endlich einmal die Rheumatologie zu Wort kommen zu lassen, soll an dieser Stelle empfehlenderweise auf den vom 17.-20.September in Wiesbaden stattfindenden „Deutschen Rheumatologiekongress 2025“ hingewiesen sein.

In diesem „Weiterbildungszusammenhang“ freue ich mich besonders, dass wir in der vorliegenden Ausgabe von Osteoporose, Orthopädie & Rheuma aktuell einige besonders interessante Posterbeiträge des DVO-Kongresses, der unter dem Motto „Knochen 2025: Regeneration stärken – Aktivität fördern“ stand, als „full paper“ publizieren können. Dafür möchte ich allen Autorinnen und Autoren auf das Herzlichste danken! Besonderer Dank gilt darüber hinaus meinem hoch geschätzten Freund und Kollegen Dr. Klaus Abendroth, der uns allen mit dem zweiten Teil seines „Opus magnum historicum“ zur Geschichte der Osteologie ein weiteres Highlight beschert!

Was hat mich sonst noch bewegt?

„Wo Licht, da ist auch Schatten!“ – und auf die deutsche und internationale Osteoporose-Szene ist leider vor kurzem ein sehr dunkler Schatten gefallen, als der von uns allen geschätzte Kollege Prof. Dr. Helmut W. Minne Ende Juli im Alter von 82 Jahren in Leipzig die irdischen Gefilde verlassen hat. Seine vielfältigsten – im „Hause Ziegler“ in Heidelberg dereinst begonnenen – Aktivitäten auf dem Gebiet der Osteologie im Einzelnen aufzulisten, hieße „Eulen nach Athen tragen“, weshalb ich lediglich unsere gemeinsamen Bemühungen im leider nicht mehr existierenden Kuratorium Knochengesundheit und in der DGO im Arbeitskreis „Rehabilitation“ erwähnen möchte, aufgrund derer mir seine nie erlahmende Kraft und Kreativität im Kampf gegen die Osteoporose ewig in Erinnerung bleiben werden. Ebenso unvergesslich sind mir auch unsere Begegnungen in „seinem“ FÜRSTENHOF in Bad Pyrmont oder in „meinem“ JOHANNESBAD in Bad Füssing sowie der regelmäßige Austausch anlässlich der jährlichen Osteologiekongresse des DVO. Als Christ bin ich gewiss, dass wir uns einmal an einem höherem Ort wiedersehen werden, und dort – zusammen mit unseren bereits dorthin vorausgegangenen Kollegen und Freunden und osteologischen Pacemakern Prof. Dr. Dieter Felsenberg und Dr. Martin Runge – noch viel Fachliches und Privates zu besprechen haben werden. In diesem Sinne sei erneut mein – zuvor bereits Dieter und Martin gewidmetes – kleines Lied (nach „Der gute Kamerad“ von Ludwig Uhland (Text, 1809) und Friedrich Silcher (Melodie, 1825)) zitiert: Wir hatten einen Kameraden / einen bess’ren findst du nit / In jedem Wissens-Streite / war er auf der Patienten-Seite / und riß seine Getreuen mit // Alter und Krankheit ihn haben getroffen / und er wehrte sich mit ganzer Kraft / Doch es hat ihn weggerissen / uns’re bitt’ren Tränen fließen / eine Leere in uns schafft // Drum wir Dir die Hände reichen / und für Dich gibt’s kein Duplikat / Wenn auch groß die Abschiedsschmerzen / bleibst Du stets in uns’ren Herzen / Du guter Freund und Kamerad!

Bis später, lieber Helmut!

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Dr. med. Christian Günther
Chefredakteur Osteoporose, Orthopädie & Rheuma aktuell