Aktuell ORA

Wenn Medikamente systemisch schaden

Dr. A. Häckel Medikamenteninduzierte Systemerkrankungen sind eine besondere Herausforderung für Rheumatologen und benötigen neben hoher Vigilanz eine komplexe Differenzialdiagnostik und eine gründliche Anamnese. Zudem gilt es, zwischen Medikamenten-induzierter Seropositivität und tatsächlicher Systemerkrankung zu unterscheiden, so Dr. Katharina Rose, Hamburg/Zürich, bei einer Veranstaltung im Rahmen des diesjährigen Deutschen Rheumatologiekongresses in Berlin. Wichtige medikamenteninduzierte Formen präsentieren sich

Welche Wechselwirkungen von Medikamenten man kennen muss

Dr. A. Häckel Datenbanken wie Drugs.com listen solche Wechselwirkungen von Medikamenten zwar penibel auf, können bei fehlerhafter Detailkenntnis jedoch zu völlig falschen Schlüssen führen. Alleine für das seit Jahrzehnten sehr häufig verwendete Metho­ trexat (MTX) listet die – von Ärzten und Apothekern oft befragte – Datenbank Drugs.com 627 interagierende Medikamente auf, davon 125 mit potenziell

Sehr verehrte Leserinnen, sehr verehrte Leser,

obwohl das Highlight deutschsprachiger Kongresse dieses Jahres – unsere OSTEOLOGIE 2022 in Baden-Baden mit den Kongresspräsidenten Prof. Dr. med. Ralf Schmidmaier (München) und Dr. med. Björn Bühring (Wuppertal) – leider coronabedingt nun erst vom 18.-20.09.2022 als Präsenzveranstaltung stattfinden kann, haben die vielfältigen und qualitativ großartigen virtuellen Fort- bildungen keinen osteologischen Stillstand aufkommen lassen, wofür mein

Georg Christoph Biller – Zu Füßen Bachs

Mein Fazit vorab Großartiges charakteristisches Titelbild und wertvoller Umschlagtext! Das Buch ist einmalig: Hintergründig, trotzdem witzig und abwechslungsreich, flüssig geschrieben, interessant gegliedert und spannend und brisant bebildert! Die ausschließlichen Schwarz-Weiß-Bilder sind für mich eher ein Gewinn als ein vielleicht befürchteter Verlust, weil sie das zeitlos Dokumentarische besser als Farbfotos betonen. Die angedachte „Zweiteilung“ des „Großen Biller-Buches“ finde

OTWorld 2022: Der Patient im Mittelpunkt der Versorgung

Bereits zum vierten Mal fand am 26. und 27. November 2021 der Interdisziplinäre Summit für Rheumatologie, Gastroentero- logie und Dermatologie statt. Unter dem Motto „Lernen durch Herausforderungen – bereit für die Zukunft?“ berichteten 16 renommierte Referenten, moderiert von Prof. Dr. Hubertus Nietsch (Halle/Saale), über aktuelle Erkenntnisse zum Thema chronisch-entzündliche Erkrankungen. Erneut ging es auch um

Digitale Gesundheitsanwendung als neue Therapieoption bei Fibromyalgie-Syndrom

Mehr als 12 Millionen Menschen in Deutschland leiden an langanhaltenden, chronischen Schmerzen. [1] Dazu zählen auch Menschen mit Fibromyalgie-Syndrom (FMS). Für dieses Krankheitsbild wird eine Häufigkeit von mindestens 2% in Bezug auf die Gesamtbevölkerung angenommen. [2] Während Lebensqualität und Psyche von Betroffenen stark leiden, erhalten in der Regel nur wenige psychotherapeutische Hilfe. Zudem fehlt Ärztinnen

COVID-19-Impfstoffe auch für Menschen mit Rheuma verträglich und wirksam

Patient*innen mit entzündlichen oder autoimmunen rheumatischen und muskuloskelettalen Erkrankungen (RMD) vertragen COVID-Impfstoffe gut. Dies zeigen die Ergebnisse der europäischen COVAX-Studie mit Registerdaten von mehr als 5.000 Patient*innen. Das Sicherheitsprofil der Impfung unterscheidet sich nicht von dem der Allgemeinbevölkerung, berichten Expert*innen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh). Eine geringe Zahl an Impfdurchbrüchen bestätige den Nutzen.

Hightech-Medizintechnik „made in Germany“ – Wissensgigant, aber Umsetzungszwerg?

Nach aktuellen Zahlen des Darmstädter WiFOR-Instituts zur ökonomischen Bedeutung der Gesundheitswirtschaft (GW) beliefen sich 2020 die täglichen Ausgaben für Gesundheit in Deutschland auf 1 Mrd. € – entsprechend einer jährlichen Bruttowertschöpfung von 364,5 Mrd. € durch 7,4 Mio. Erwerbstätige. Zugleich wurden bei einem Exportanteil von knapp 9% Exporte in Höhe von 130 Mrd. € jährlich getätigt.

Akute nicht-spezifische Rückenschmerzen: Diagnostische Befunde multidisziplinär bewerten

Fast alle Menschen sind mindestens einmal im Leben von akuten Rückenschmerzen betroffen. Die genauen Ursachen bleiben häufig unklar, da akute Rückenschmerzen häufig multifaktoriell bedingt sind. Zur Abklärung von „Red Flags“ und psycho-sozialer Beteiligung sind weitere diagnostische Maßnahmen und ggf. ein interdisziplinäres Assessment sinnvoll. Zur Vermeidung unnötiger Belastungen für Patienten und Gesundheitswesen sollte eine weiterführende Diagnostik

Sehr verehrte Leserinnen, sehr verehrte Leser,

da unsere als Präsenzkongress geplante OSTEOLOGIE 2022 in Baden-Baden mit den Kongresspräsidenten Prof. Dr. med. Ralf Schmidmaier (München) und Dr. med. Björn Bühring (Wuppertal) leider coronabedingt auf den 18.-20.09.2022 verschoben werden musste, richtet sich das Augenmerk der „osteologischen Welt“ auf die 22. Ausgabe des WCO-IOF-ESCEO-Kongresses, der vom 24. bis 27. März 2022 – leider auch