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Zwei Jahre Profhilo® Structura: ein Fazit aus der Praxis – Interview mit Dr. med. Thomas Zimmermann (Neu-Isenburg)
Zwei Jahre nach Einführung von Profhilo® Structura zieht die ästhetische Dermatologie eine erste Zwischenbilanz. Das innovative Hyaluronsäureprodukt verspricht strukturelle Gewebestimulation, indem es gezielt die Adipozyten regeneriert. Für die zwei Alterungstypen Sinker und Sagger werden zwei unterschiedliche Behandlungsprotokolle empfohlen: Bei der Sinkers-Technik erfolgt die Injektion im präaurikulären Bereich, beim Sagger sowohl im präaurikulären als auch im zygomatischen Bereich. Dr. Thomas Zimmermann, Facharzt für Dermatologie und ärztlicher Leiter der Praxis Dr. Zimmermann Aesthetic in Neu-Isenburg, berichtet nach über 500 Anwendungen im Interview über klinische Erfahrungen, Patient*innenfeedback und zentrale Learnings aus der Praxis.
Herr Dr. Zimmermann, Sie setzen Profhilo® Structura nun seit rund zwei Jahren in Ihrer Praxis ein – wie fällt Ihr persönliches Resümee aus ärztlicher Sicht aus?
Dr. Zimmermann:
Mein Resümee ist sehr positiv. Profhilo® Structura hat sich in meiner Praxis innerhalb kurzer Zeit fest etabliert – insbesondere als Bestandteil eines regenerativen Gesamtkonzepts. Ich sehe es nicht als Einzeltherapie, sondern als Grundbehandlung im Alterungsprozess, die sich ideal in Kombinationstherapien integrieren lässt und dabei sehr natürlich aussehende Ergebnisse liefert.
Hat sich Ihr Anwendungsprotokoll im Laufe Ihrer Erfahrungen mit dem Produkt weiterentwickelt?
Dr. Zimmermann:
Ja, definitiv. Die Grundidee ist gleich-geblieben, aber die Anwendung ist präziser geworden. Für mich ist Profhilo® Structura heute eine feste Basistherapie, die die Gewebequalität verbessert und die ich individuell erweitere, insbesondere auf den äußeren Gesichtsrahmen, inklusive Stirn und Schläfenregion. Auch die Injektionspunkte habe ich weiterentwickelt, mit einem stärkeren Fokus auf den lateralen Gesichtsbereich. Zusätzlich setze ich wahlweise leichte Filler im Mittelgesicht ein, das klassische Profhilo®, Kollageninduktoren oder Biostimulatoren wie Polynukleotide oder Exosomen. In fortgeschrittenen Fällen kombiniere ich Profhilo® Structura mit Energy-based Devices, entweder um überschüssiges Fettgewebe zu reduzieren oder anschließend zur Optimierung des Lifting-Effekts.
Das wichtigste Learning war: Der Behandlungserfolg hängt weniger von der Menge des verwendeten Produktes ab – entscheidend ist die strategische Platzierung im Gewebe.
Sie sind bekannt für Ihren anatomischen Ansatz. Wie erklären Sie sich die Wirkung von Profhilo® Structura aus anatomischer Sicht?
Dr. Zimmermann:
Wir arbeiten hier gezielt im subkutanen Fettgewebe, also in der funktionell entscheidenden Schicht für die Gewebestabilität. Mit Profhilo® Structura verfolgen wir mehrere Ziele: Zum einen wollen wir das Fettgewebe erhalten und die Adipogenese unterstützen. Des Weiteren wollen wir die Gewebestruktur stabilisieren. Gerade im Alterungsprozess kommt es im lateralen und temporalen Bereich früh zu Volumenverlust. Wenn wir hier ansetzen, verbessern wir nicht nur lokal die Struktur, sondern beeinflussen auch die mechanische Balance des gesamten Gesichts.
Welche Rolle spielen ligamentäre Strukturen für die beobachteten Effekte im unteren Gesichtsdrittel

Abb. 1a-b: Injektionspunkte von Dr. Zimmermann bei der Behandlung mit Profhilo® Structura.
Dr. Zimmermann: Durch die Behandlung im lateralen Bereich, insbesondere in der Schläfe, entsteht ein subtiler Zug auf das Gewebe, der sich bis in die Jawline und das Mittelgesicht fortsetzt. Ich sehe den Effekt weniger als direkte ligamentäre Veränderung, sondern vielmehr als eine oberflächliche,strukturelle Spannungserhöhung im Gewebe, die sich entlang der anatomischen Verankerungslinien überträgt. Das Resultat ist ein sichtbarer Lifting-Effekt ohne klassische Volumisierung.
Welche klinischen Ergebnisse beobachten Sie insbesondere im Hinblick auf Hautqualität, Gewebefestigkeit und strukturelle Remodellierung?
Dr. Zimmermann:
Klinisch sehe ich eine klare Verbesserung der Hautqualität sowie eine Zunahme der Gewebefestigkeit. Besonders interessant ist der Effekt im lateralen Gesichtsbereich: Hier kommt es zu einer strukturellen Remodellierung und Reposition der Fettkompartimente, was sich indirekt auf das gesamte Gesicht auswirkt. Wir beobachten einen subtilen Lifting-Effekt mit einer Reduktion von Jowling und Nasolabialfalten sowie eine Harmonisierung des Mittelgesichts. Das führt dazu, dass im Mittelgesicht oft keine weitere Volumentherapie notwendig ist und auch hier ein harmonischeres Ergebnis mit regenerativen Therapieansätzen zu erzielen ist.
Sie haben das Potenzial von Profhilo® Structura früh erkannt und auch Off-Label eingesetzt – was hat Sie dazu bewogen?
Dr. Zimmermann:
Entscheidend war für mich die Kombination aus reiner Hyaluronsäure ohne Zusatzstoffe, sehr gutem Sicherheitsprofil und der beobachteten Gewebereaktion. Diese Eigenschaften haben mir das Vertrauen gegeben, das Produkt auch über die klassischen Indikationen hinaus einzusetzen.
Wie bewerten Ihre Patient*innen die Behandlung – insbesondere in Bezug auf Natürlichkeit, Zufriedenheit und Wiederbehandlungsbereitschaft?
Dr. Zimmermann:
Die Rückmeldungen sind durchweg sehr positiv. Patient*innen schätzen besonders die Natürlichkeit der Ergebnisse und das regenerative Konzept. Viele beschreiben den Effekt als „frischer“ oder „erholter“, ohne genau benennen zu können, warum. Das spiegelt sich auch in einer hohen Zufriedenheit und regelmäßigen Wiederbehandlungsbereitschaft wider.
Zusammenfassend würde ich sagen: Mit Profhilo® Structura verschieben wir den Fokus von Volumen hin zu Gewebequalität – und genau darin liegt der Schlüssel zu natürlichen Ergebnissen.
Abb. 2a-c: Erscheinungsbild im Verlauf der Behandlung mit Profhilo® Structura. November 2025, erste Behandlung (l.) – Dezember 2025, zweite Behandlung (m.) – Januar 2026, vier Wochen nach zweiter Behandlung (r.).
Quelle: IBSA Pharma GmbH
