Osteoporose, Orthopädie & Rheuma Aktuell

Vergleichende Bewertung der spongiösen Knochendichte in Hounsfield-Einheiten im lumbalen nativen CT-Schnittbild zur Osteoporosediagnostik und Frakturrisikobestimmung durch verschiedene Untersucher

Julian Ramin Andresen1, Guido Schröder2, Thomas Haider1, Christoph Kopetsch3, Claus Maximilian Kullen3, Hans Christof Schober4, Reimer Andresen3

1 Klinische Abteilung für Unfallchirurgie, Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich

2 Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsmedizin Rostock, Rostock, Deutschland

3 Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie/Neuroradiologie, Westküstenklinikum Heide, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Kiel, Lübeck und Hamburg, Heide, Heide, Deutschland

4 OrthoCoast, Praxis für Orthopädie und Osteologie, Wolgast, Deutschland

Osteoporotische Wirbelkörperfrakturen (OWF) laufen häufig stumm ab und werden somit gar nicht oder erst spät erkannt. Eine antiosteoporotische medikamentöse Therapie zur Frakturrisikominimierung findet somit nicht oder erst verspätet statt. Aus unterschiedlicher medizinischer Indikation liegen häufig CT-Untersuchungen vor, hier könnte die Bestimmung der trabekulären Wirbelkörperdichte in Hounsfield-Einheiten (HU) eine Abschätzung einer vorliegenden Osteopenie/Osteoporose ohne zusätzliche Strahlenbelastung ermöglichen. In der nachfolgenden Studie konnte ein Schwellenwert für Osteopenie von < 160 HU und für Osteoporose von < 100 HU in nativen CT-Untersuchen der LWS bestimmt werden.

Ein zunehmender Verlust an Knochenmineralgehalt (KMG) im Achsenskelett führt zu Osteoporose und vermehrten osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen (OWF) [1]. Jedes Jahr gibt es weltweit über 1,4 Mio. Fälle von klinisch auffälligen OWF [16]. In Bezug auf die Epidemiologie ist die OWF die häufigste osteoporotische Fraktur, die bei 30–50 % der Bevölkerung über 50 Jahren auftritt [36]. Pat., die eine OWF erlitten haben, haben ein bis zu 5-mal erhöhtes Risiko, innerhalb des nächsten Jahres einen weiteren Wirbelbruch zu erleiden [21]. Langfristig führen diese Frakturen zu einer Minderung der Lebensqualität und einer erhöhten Mortalität [25, 35].

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