Insuffizienzfrakturen durch Langzeit-Methotrexattherapie bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
Sebastian Radmer1, Julian Ramin Andresen2
1Zentrum für Bewegungsheilkunde, Facharztpraxis für Orthopädie, Berlin
2Klinische Abteilung für Unfallchirurgie, Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Medizinische Universität Wien, Wien
Schlüsselwörter
Insuffizienzfraktur, MTX-Osteopathie, osteoanabole Therapie, Rheumatischer Formenkreis
Insuffizienzfrakturen bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sind keine Seltenheit, sie können sowohl durch die chronisch entzündliche Erkrankung selbst, als auch durch deren medikamentöse Therapie induziert werden [1]. Neben den Glukokortikoiden, welche bereits bei kurzfristiger Gabe die Knochendichte erniedrigen und das Frakturrisiko erhöhen [2], haben auch die sogenannten Basistherapeutika (DMARDs: disease modifying antirheumatic drugs) wie z.B. Leflunomid und Methotrexat einen Einfluss auf den Knochenmetabolismus [3], dies insbesondere bei Langzeittherapie von entzündlich rheumatischen Erkrankungen. Während die glukokortikoidinduzierten Frakturen bevorzugt am Achsenskelett auftreten [4], finden sich die mit DMARDs assoziierten Frakturen eher im Bereich des distalen Unterschenkels sowie der Ossa tarsalia und metatarsalia [5].
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