Effizient und sicher – Sklerotherapie überzeugt bei Varizen
Die Behandlung von Varizen jeglichen Typs und die Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbildes der Beine nehmen in der Dermatologie einen großen Raum ein. Die Sklerotherapie bietet hierfür ein effizientes Verfahren, das sich optimal in den Praxisalltag integrieren lässt.
Als chronisch-progrediente Erkrankung ist die Varikose im dermatologischen Alltag von hoher Relevanz – und nicht nur ein ästhetisches Problem. Unbehandelt kann sie zu Hautveränderungen, Ulzera und thrombotischen Komplikationen führen.

Erscheinungsbild vor (o.) bzw. nach (u.) Sklerotherapie.
Minimal-invasiv und sicher
Eine ausgesprochen patient*innenfreundliche Option zur Varizenbehandlung bietet die Sklerotherapie mit Polidocanol (Aethoxysklerol®). Als minimal-invasives Verfahren kommt sie ohne chirurgische Schnitte aus, was gerade bei ästhetischen Indikationen für die Patient*innen sehr wichtig ist. Sie gilt als schmerzarm sowie gut verträglich, beeinträchtigt die Alltagstauglichkeit i.d.R. nicht und kann sogar multimorbiden oder adipösen Patienten empfohlen werden.
Eine weitere Stärke der Sklerotherapie ist ihr breites therapeutisches Spektrum, eignet sie sich doch gleichermaßen zur Beseitigung von Besenreisern, Seitenast- oder Rezidivvarizen, periulzerösen Venen und insuffizienten Perforansvenen sowie auch als alleinige oder ergänzende Behandlungsmethode bei Stammvarizen.
Effektiv und leitliniengerecht
Ziel der Sklerotherapie ist die Normalisierung des pathologisch veränderten Blutflusses in den betroffenen Venen. Dadurch lässt sich nicht nur das Erscheinungsbild der Beine verbessern und Symptome wie Schwellungen oder Schmerzen lindern, sondern auch progredienten Verläufen und ernsthaften Folgeerkrankungen wirksam vorbeugen.
Studien zufolge erzielt die Sklerotherapie mit flüssigem Aethoxysklerol® bei Besenreisern eine Verschlussrate von über 90% und wird daher bei dieser Indikation von den maßgeblichen Leitlinien als Goldstandard angesehen. [1,2]
Vergleichbare Ergebnisse lassen sich auch bei größeren Varizen erreichen, wenn die ultraschallkontrollierte Schaum-Sklerotherapie und eine adäquate Sklerosierungstechnik angewendet werden. [3] So ist die Schaum-Sklerotherapie auch bei größeren Varizen eine gute Alternative zu thermischen oder operativen Verfahren oder kann diese Verfahren sinnvoll ergänzen. [1,4]
Kosteneffizient und gut integrierbar
Die Sklerotherapie lässt sich optimal in bestehende Abläufe integrieren: geringe apparative Anforderungen, kurze Behandlungszeiten und planbare Sitzungen. Für phlebologisch ausgerichtete Praxen bedeutet das: hohe Versorgungsqualität bei guter Prozess- und Terminsteuerung. [5] Wie eine Studie belegt, liegen die konkreten Kosten der Sklerotherapie zudem weit unter denen der endovenösen Laserablation (105,46 € versus 1.270,34 € pro Patient*in). [6]
Quelle: Kreussler Pharma GmbH
Literatur
1. Rabe E et al. Leitlinie Sklerosierungsbehandlung der Varikose. AWMF-Leitlinien-Register-Nr. 037-015. Entwicklungsstufe: S2k. Stand: 31.12.2018
2. Cartee TV et al. J Vasc Surg Venous Lymphat Disord 2021; 9(4): 1031-1040
3. Gohel MS et al. Health Technol Assess 2019; 23(24): 1-96
4. Rigby KA et al. Surgery versus sclerotherapy for the treatment of varicose veins. 2004 Oct 18;(4):CD004980.
5. European Society for Vascular Surgery (ESVS). Clinical practice guidelines on the management of chronic venous disease of the lower limbs. 2022.
6. Hamel-Desnos C. Contemporary management of incompetence of the small saphenous vein in the light of the recent results of the FOVELASS study. J Med Vasc November–December 2023, Pages 194-198.
