DISKURS Hautkrebs

Lichtschutzfaktor 100 macht einen relevanten Unterschied

Neueste wissenschaftliche Daten, publiziert im Januar 2024 in Experimental Dermatology [1], zeigen, dass die Verwendung eines Lichtschutzfaktors 100 (LSF100) einen signifikant erhöhten Hautschutz vor UV-Strahlung im Vergleich zum getesteten LSF 50+ bietet. Dies umfasst sowohl die Steigerung der Zellvitalität und die Vermeidung von DNA-Schäden als auch immunprotektive Effekte. Basierend auf diesen Ergebnissen ist die Verwendung

Aktinische Keratosen frühzeitig und effektiv behandeln

Angesichts steigender Fallzahlen von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC), insbesondere des kutanen Plattenepithelkarzinoms (cSCC), empfiehlt sich eine frühzeitige und effektive Therapie aktinischer Keratosen (AK). PD Dr. med. Lutz Schmitz, Dermatologe aus Wuppertal, referierte im Rahmen der Fachtagung DERM über die Inzidenz von AK und cSCC sowie die AK-Therapie mit dem topischen Mikrotubuli-Inhibitor Tirbanibulin.

BVDD: Hautkrebsoperationen gehören in die Hände von Dermatologinnen und Dermatologen

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) kritisiert scharf die aktuelle Hautkrebskampagne der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG). Diese ruft per Pressemitteilung und Social-Media-Kanälen dazu auf, bei „schuppenden Hautstellen, Geschwüren oder Knotenbildungen im Gesicht direkt oder auf Überweisung durch Hautärzte einen Gesichtschirurgen für die operative Behandlung aufzusuchen“. Laut DGMKG bestehe ein Problem in

Photodynamische Therapie (PDT) mit künstlichem Tageslicht: Zulassungserweiterung für BF-200 ALA

Seit Dezember 2023 besteht eine Zulassungserweiterung für BF-200 ALA (Ameluz®) zur Behandlung aktinischer Keratosen und Feldkanzerisierungª mittels Photodynamischer Therapie (PDT) mit künstlichem Tageslicht (ADL-PDT). [1] Die PDT mit BF-200 ALA ist etabliert und findet bei den genannten Indikationen bereits Anwendung als konventionelle PDT mit Rotlicht (C-PDT) oder natürliche Tageslicht-PDT (DL-PDT). [1] Die ADL-PDT verbindet die

In vivo konfokale Mikroskopie 2024

Was kann hochauflösende Diagnostik in der Praxis leisten? Bei einem Symposium im Rahmen der DERM 2024 erläuterte Dr. med. Martina Ulrich (Berlin) die Vorteile der in vivo konfokalen Mikroskopie in der Diagnostik. Seit nunmehr 20 Jahren arbeite sie bereits mit dieser Methode, die über zwei Dekaden hinweg stets verbessert und aktualisiert wurde. Grundlegend für den

Versorgungsengpass bei Hautkrebs? MKG-Chirurgen als Expert*innen für operative Behandlungen im Gesicht

Expert*innenvideos und Postings der DGMKG geben praktische Informationen zum Thema Hautkrebs Der Frühling hat begonnen – schon bald lädt die Sonne wieder zu intensiveren Sonnenbädern ein. So überlebensnotwendig die Sonne für die Vitamin-D Bildung ist – ein Übermaß ist gefährlich und kann zu Hautkrebs führen. 70% des hellen Hautkrebses entsteht wegen der Sonnenexposition im Gesicht

Sequenzielle Digitale Dermatoskopie mit KI im Praxisalltag

Bei einem Symposium im Rahmen der DERM 2024 stellte Dr. med Ulrich Koch (Uerdingen) das Sequentielle Digitale Dermatoskopie Imaging (SDDI) mithilfe von Beispielen aus dem Praxisalltag vor. Diese KI-gestützte Technik ermögliche es, in der digitalen Diagnostik allumfassende Patient*innendaten zu erheben und spezifische, personalisierte Behandlungsmethoden zu implementieren. Bei seinem Vortrag ging Koch dabei auf verschiedene Behandlungsvarianten

In-vivo-Hautkrebsdiagnostik in Echtzeit durch laserinduzierte Plasmaspektroskopie mit KI-gesteuerter Auswertung

Bei einem Symposium im Rahmen der DERM 2024 stellte Prof. Dr. med. Thomas Dirschka (Wuppertal) die Vorteile der laserinduzierten Plasmaspektroskopie (LIPS) in Kombination mit Deep Learning Algorithmen vor und erläuterte, wie diese Technik im Begriff sei, die Hautkrebsdiagnostik zu revolutionieren. Das hierfür verwendete Gerät Spectra­-Scope® wurde von der Firma Speclipse Inc. entwickelt, einem Medizintechnikunternehmen, das

Hautcheck-Apps – sinnvolle Ergänzung der Versorgung oder nur clevere Geschäftsidee?

Die Anzahl der Hautcheck-Apps steigt stetig, versprechen diese doch eine schnelle Diagnose angesichts der Terminknappheit in dermatologischen Praxen. Allerdings empfehlen die Tools häufig trotzdem den Besuch in einer Hautarztpraxis, um auf Nummer sicher zu gehen. Das ist besser als eine Fehldiagnose durch die App. Doch wie steht es mit der Qualität? Darüber und über Grenzen